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Außenansicht des
Sächsischen Landtages

Landtagswahl in Sachsen 2014

Wahltermin: 31. August 2014

Am Sonntag, den 31. August wird in Sachsen ein neuer Landtag gewählt. Für die schwarz-gelbe Koalition könnte es eng werden. Während die CDU von Stanislaw Tillich traditionell auf ein gutes Wahlergebnis hoffen kann, steht ein großes Fragezeichen hinter der FDP. Kann es doch noch zu einer Wiederholung der Koalition von 2009 kommen? Nicht, wenn es nach der AfD geht, die mit guten Prognosewerten selbst auf eine Koalition mit der CDU hofft. Rot-Rot-Grün hingegen wird es sehr schwer haben, sich gegen die CDU durchzusetzen. Kann es dennoch zu einer Wende kommen?

Die wichtigsten Parteien

Insgesamt werden zu dieser Landtagswahl 14 verschiedene Parteien antreten, davon sechs im jetzigen Landtag: CDU, FDP, Die Linke, SPD, Die Grünen und die NPD. Darüber hinaus wollen AfD, Tierschutzpartei, DSU, die Partei, die Piraten, die Freien Wähler, BüSo und pro Deutschland in den Landtag eintreten. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Parteien und ihre Hintergründe vor.

Zwar ist die CDU traditionell die stärkste Partei im sächsischen Landtag, doch muss sie seit 1990 gegen einen stetigen Abwärtstrend ankämpfen. Hatte die CDU bei der Landtagswahl 1990 noch die absolute Mehrheit, so konnten die Christ-Sozialen bei der letzten Wahl nur noch 40,2% aller Stimmen sammeln. Gelingt der CDU diesmal eine Trendwende, oder wird das Ergebnis weiter sinken?

Noch bei der letzten Wahl erschien die schwarz-gelbe Koalition unumstößlich. Doch mit dem dramatischen Stimmverlust der FDP bei allen wichtigen Wahlen der letzten Zeit erscheint eine Wiederholung in weiter Ferne. Frühe Prognosen sehen die FDP unter der 5%-Hürde. Bei einem Scheitern wäre auch die letzte Landesregierung ohne FDP-Beteiligung. Ohne einen frischen Impuls wird es die FDP sehr schwer haben.

Anders als die SPD. Nach eher mageren früheren Wahlergebnissen geben sich die Sozialdemokraten von Spitzenkandidat Martin Dulig kämpferisch und hoffen auf einen Stimmenzuwachs. Solange sie dabei nicht auf Stimmenfang bei den Grünen und der Linken gehen, besteht eine Chance für eine rot-rot-grüne Koalition – wenn auch eine kleine. Alternativ hat die SPD aber auch die Möglichkeit es der Bundes-SPD nachzumachen und als Teil von Rot-Schwarz Regierungspartei zu werden. Ein gutes Wahlergebnis würde die Position der SPD bei Koalitionsgesprächen erheblich stärken.

Dem könnte die AfD einen Strich durch die Rechnung machen. Die Taktik, sich als Partei der rechten Mitte zu positionieren, scheint voll aufzugehen. Mit einem starken Ergebnis könnte die AfD damit ein ernstzunehmender Koalitionspartner für die CDU werden.

Das setzt allerdings voraus, dass ihr nicht weitere Stimmen an die NPD verloren gehen. Zum dritten Mal in Folge stehen die Chancen gut, dass die NPD die 5%-Hürde knackt und in den sächsischen Landtag einzieht. Mit rechtspopulistischen Themen hat sie sich einen festen Wählerkreis geschaffen.

Dem gegenüber steht die Linke. Seit 1990 konnte sie sich stetig verbessern und erreichte 2004 23,6%. Doch sank 2009 ihr Stimmenanteil erstmals. Eine Trendwende ist daher das oberste Ziel der Linken.

Mit nicht allzu großer Spannung hingegen dürften die Grünen die Wahl verfolgen. Große Stimmgewinne oder -Einbußen sind nicht zu erwarten.