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Das Potsdamer Stadtschloss,
Sitz des Brandenburger Landtags

Landtagswahl in Brandenburg 2014

Wahltermin: 14. September 2014

Am 14. September wird in Brandenburg, so wie auch in Thüringen, ein neues Landesparlament gewählt. Dabei zeichnet sich bereits jetzt ein spannender Kampf zwischen CDU, der Linken und der SPD ab. War die SPD in der Vergangenheit noch klarer Spitzenreiter, so holten CDU und ganz besonders die Linke in den letzten Jahren stark auf. In Verbindung mit der Schwäche der FDP und dem selbstsicheren Auftreten der AfD könnte die Koalition von SPD und der Linken abgelöst werden.

Die wichtigsten Parteien

Elf Parteien sind bei der Landtagswahl zugelassen. Neben den üblichen großen Parteien wie SPD, CDU, der Linken und den Grünen ringen auch kleinere Parteien um Sitze im Landesparlament von Brandenburg. Freie Wähler, FDP, Republikaner, KPD und NPD sowie die neueren AfD und Piraten versuchen über die 5% Hürde zu klettern und den einen oder anderen Ausschlag bei den Koalitionsverhandlungen zu machen.

Dietmar Woidke und die SPD gehen wie zu jedem Wahlgang als Favoriten ins Rennen. Nach der enttäuschenden Wahl 2004 konnten die Sozialdemokraten 2009 wieder Aufwind erfahren. Sollte dieser Trend anhalten, geht keine Koalition an der SPD vorbei.

Sollte das sich Wahlergebnis der SPD jedoch im Vergleich stark verschlechtern, so könnte die Linke zum Profiteur werden. Seit der ersten Landtagswahl konnte die frühere PDS stetig an Stimmen gewinnen. Lediglich 2009 mussten die Linken kleine Einbußen hinnehmen. Sollte sich das als Ausrutscher erweisen, könnte die Linke zu einer ernstzunehmenden Gefahr für die SPD werden – als Gegner oder aber mit einer sehr starken Position in Koalitionsverhandlungen.

Weitere fünf Jahre Rot-Rot wollen die Christ-Demokraten mit aller Macht verhindern. Nach zwei enttäuschenden Wahlgängen will die CDU um Spitzenkandidat Michael Schierack mit neuem Schwung und aus einer starken Position heraus in den Landtag einziehen. Dabei könnte die CDU zum lachenden Dritten des Stimmenkampfes zwischen SPD und Linken werden.

Dieser Dreikampf der drei großen Parteien hängt entscheidend vom Wahlergebnis der kleineren Parteien ab. Während sich die Grünen nach dem Wiedereinzug in den Landtag nach den Wahlen 2009 sich auch dieses Jahr ein gutes Stimm-Polster schaffen sollten, ist mit Spannung das Ergebnis der FDP abzuwarten. Die ohnehin schwache Position der Liberalen in Brandenburg dürfte durch die bundesweite Krise umso mehr geschwächt werden, ein Wiedereinzug scheint in weiter Ferne. Ganz anders die AfD, mit Europa-kritischen Themen scheint die Alternative für Deutschland einige Zuhörer in Brandenburg zu erreichen. Es wird sich zeigen, ob es für die 5%-Hürde reicht.