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Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Die SPD ist Volkspartei und gilt immer noch als Arbeiterpartei Deutschlands. Außerdem ist sie die älteste deutsche Partei, die heute noch im Parlament vertreten ist. Ihre Gründung datiert auf 1875, als sie sich aus zwei kurz zuvor gegründeten Arbeiterparteien zusammen schloss.

Die SPD ist seit 1949 in jedem deutschen Bundestag vertreten gewesen. Dreimal stellte sie dabei den Bundeskanzler. Sie ist in allen deutschen Bundesländern parlamentarisch vertreten. In 9 Bundesländern führt sie die Landesregierung.

Die SPD gilt als Partei der sozialen Gerechtigkeit. Ein starker Staat soll die soziale Marktwirtschaft koordinieren. Dabei sollen die Belange jedes Bürgers angemessen berücksichtigt und durch Umverteilung der Erträge gewährleistet werden. Deutlich angekratzt wurde das soziale Verständnis der Partei durch die Umsetzung der Agenda 2010 unter Gerhard Schröder.

Mit Blick auf die sozialen und wirtschaftlichen Effekte der Globalisierung, sollte die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsraums Europa und somit auch Deutschlands durch die Agenda 2010 langfristig erhalten werden. Die vielen sozialen Einschnitte, die mit ihr einher kamen, lasten der SPD noch heute an, obwohl inzwischen 10 Jahre vergangen sind. Betroffen war davon hauptsächlich die klassische Klientel und Wählerschaft der SPD, nämlich Arbeiter und sozial schwächer Gestellte.

Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD

Der zuvor jahrzehntelang betriebene Ausbau des Sozialstaats hatte eine deutliche Staatschuldenlast mit sich gebracht, die nicht nur von der SPD, sondern auch durch die Regierungen der CDU mit zu verantworten war. Dass nun ausgerechnet die SPD mit dieser Form des leider zu teuren Sozialstaats aufräumen musste, kann als bittere Ironie der Geschichte betrachtet werden.

Es gibt noch heute einen starken Zwiestreit zwischen dem linken und dem zur Mitte orientierten Teil der Partei, wie diese Maßnahmen zu bewerten sind. Viele Außenstehende, darunter auch gegnerische Parteien, halten den Kurs der Agenda 2010 für richtig und sind froh über die Umsetzung. Dass dies mit deutlichen sozialen Einschnitten zu Lasten von sozial Schwachen erfolgte, bleibt ein Fakt.

Mit über 470.000 Mitgliedern ist die SPD eine der zwei größten Parteien Deutschlands. Ihr bevorzugter Koalitionspartner ist Bündnis 90/Die Grünen, mit denen sie auf sozialpolitischer Ebene viele Gemeinsamkeiten teilt. Aber auch Koalitionen mit der FDP und mit der Union haben in der Vergangenheit schon stattgefunden. Somit ist die SPD immer fürs Regieren gut.

Assoziationen und Schlagworte, die mit der SPD in Verbindung gebracht werden:

gemäßigt konservativ, sozialistisch, sozial, Klassenkampf, Umverteilung, starke Gewerkschaften fördernd, regulierender Staat, Solidarität mit der Arbeiterschaft und den Schwachen, trotzdem wirtschaftsnah