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Alternative für Deutschland

Die AfD ist eine neue Partei, die vor allem durch eurokritische Positionen auffällt und gegen den Euro in der jetzigen Form als Gemeinschaftswährung ist.

Die stürmische europäische Finanz- und Schuldenkrise und die damit einhergehenden Haftungsrisiken aus Rettungsschirmen, riefen die Eurokritiker auf den Plan. Die Führung der AfD beherrbergt einen hohen Anteil an Ökonomen und Volkswirten. Dies deutet auf ein hohes wissenschaftliches Verständnis zur prikären wirtschaftlichen Gesamtlage Europas auf Grund der Krise hin.

Die AfD kann außerdem viele namenhafte Unterstützer vorweisen, z.B. Hans-Olaf Henkel, ehemals IBM-Manager und ehemaliger Präsident des BDI. Viele Wirtschaftswissenschaftler und Staatsrechtler unterstützen die Thesen der AfD.

Bernd Lucke, Partei­vorsitzender

Die teilweise chaotisch anmutenden AdHoc-Entscheidungen der Bundesregierung während der Euro-Krise konnten von den meisten Bürgern nicht nachvollzogen werden. Zu komplex stellte sich die Materie dar. Die Angst, dass die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands auf dem Spiel stehen könnte, wenn man sich zu endlosen Zahlungsverpflichtungen hinreißen lässt, erschreckt viele Menschen.

Die AfD wird einige dieser Wählerstimmen für sich gewinnen können. In wieweit die politischen Vorstellungen der AfD, z.B. Austritt aus dem Euro, realisitisch sind und ob diese überhaupt zu einer Verbesserung der europäischen Lage führen würden, bleibt dem Normalwähler trotzdem verborgen. So wird er auf die Fachkompetenz der AfD-Experten vertrauen müssen.

Die etablierten Parteien aus Regierung und Opposition haben natürlich auch ökonomische Fachkompetenz zur Verfügung. Sie kommen jedoch zu dem Schluss, dass die europäische Einigung das höchste und erhaltenswerteste Gut darstellt. Wieviel Prozent der Wähler aber lieber der AfD ihre Stimme geben werden, wird eines der spannenden Themen dieser Bundestagswahl werden. Durchaus pikant an der Sache ist, dass konservative Wähler der Union und der FDP, wie auch möglicherweise der SPD, zur AfD wechseln könnten. Das könnten genau die Prozentpunkte sein, die einer der genannten Parteien am Ende fehlen, um regieren zu können.

Mit ca. 10.000 Mitgliedern hat die AfD jedenfalls eine ordentliche Basis gelegt, um im Wahlkampf mitzumischen. Ähnlichkeiten zur Entstehung der WASG oder der Freien Wähler sind zu erkennen. Beide Parteien haben später auf die eine oder andere Art ihren Einfluß nehmen können.

Assoziationen und Schlagworte, die mit der AfD in Verbindung gebracht werden:

eurokritisch, Deutsche Mark zurück, ökonomisch kompetent, politisch nicht gewachsen, isolationistisch, Zünglein an der Waage